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Alters­vorsorge­depot kommt: Wie Sparer sich die volle Wahlfreiheit sichern

Die Aufmerksamkeit auf die private Alters­vorsorge war selten so hoch wie aktuell. Der Grund: die kürzlich beschlossene Reform der staatlichen Förderung, die zum 1.1.2027 in Kraft tritt. Zentraler Baustein ist das Alters­vorsorgedepot. Auch wenn das Gesetz erst 2027 gilt, ist jetzt der beste Zeitpunkt zu prüfen, ob für die persönliche Situation über die alte oder die neue Förderwelt mehr rauszuholen ist. Denn 2026 bleibt noch die Wahl zwischen beiden Systemen.

Was sich ab 2027 grundlegend ändert
Die neue Förderwelt setzt auf mehr Verständlichkeit und mehr Auswahl in der Anspar- und Rentenphase. Künftig soll staatlich geförderte Vorsorge über verschiedene Modelle möglich sein, darunter renditeorientierte Depots, einfachere Standardlösungen und Varianten mit 80 oder 100 Prozent Beitragsgarantie. Dazu kommt eine neue, klarer strukturierte Förderung: bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr, eine Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Kind sowie ein Bonus für junge Berufseinsteiger. Auch Selbstständige und Freiberufler sind dann förderberechtigt.

Das Mehr an Freiheit klug nutzen
Die Reform eröffnet mehr Spielraum bei der Produktauswahl und später auch in der Rentenphase. Künftig soll zu Beginn der Auszahlungsphase nicht nur eine lebenslange Rente möglich sein, sondern auch ein Auszahlplan, der mindestens bis zum 85. Lebensjahr läuft. Hinzu kommen flexiblere Wechselmöglichkeiten zwischen Anbietern. Für Sparer klingt das attraktiv. Für gute Entscheidungen braucht es allerdings einen klaren Blick auf die eigene Lebenssituation, die Risikobereitschaft und die Frage, wie viel Flexibilität im Ruhestand wirklich gewünscht ist.

Was jetzt zu prüfen ist
Bestehende Verträge, vor allem aus der bisherigen Riester-Welt, können weitergeführt werden. Gleichzeitig soll es möglich werden, später in das neue Fördersystem zu wechseln oder einen neuen Vertrag zu den neuen Konditionen abzuschließen. Wer heute vorsorgt, steht deshalb vor einer echten Weichenstellung: bestehende Förderung weiter nutzen, bis Jahresende noch in die alte Förderwelt einsteigen oder bewusst auf die neue Lösung hinarbeiten. Gerade weil bis Ende 2026 beide Perspektiven eine Rolle spielen, ist jetzt eine Beratung zu empfehlen.

  • Bestehende Verträge prüfen: Wie stark ist die aktuelle Förderung, wie flexibel ist der Vertrag und wie attraktiv ist ein Weiterlaufen bis 2027?
  • Förderchancen ver­gleichen: Wer profitiert eher von der bisherigen Riester-Förderung, wer künftig stärker von der neuen Struktur?
  • Anlagestil klären: Mehr Renditechance ohne Garantie oder lieber ein Produkt mit Sicherheitsnetz?
  • Rentenphase mitdenken: Passt später eher eine lebenslange Rente oder mehr Flexibilität über einen Auszahlplan?

Alte und neue Förderwelt gegeneinander rechnen
Für viele Kunden wird die beste Lösung weder reflexhaft alt noch automatisch neu sein. Wer zum Beispiel schon einen Vertrag mit guter Förderung besitzt, sollte dessen Wert sauber einordnen. Wer neu startet, für den kann die kommende Förderwelt mit mehr Transparenz, breiterer Produktauswahl und höherer Flexibilität spannend sein. Die Reform schafft also vor allem eines: mehr Optionen. Damit wächst auch die Bedeutung einer bewussten Entscheidung.

Wer sich jetzt Zeit für einen Vergleich nimmt, kann staatliche Förderung, Vermögensaufbau und spätere Auszahlungsoptionen besser auf die eigene Situation abstimmen. Darin liegt der eigentliche Gewinn für den Rest des Jahres.




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